Jeder forscht und verwaltet anders. Jeder macht es so, wie es für ihn am besten ist.

Schlampige Recherche gab und gibt es bei mir nicht. Habe nach den meisten Personen selbst gesucht und nutze Daten, die ich von anderern Forschern bekommen habe stets nur als Forschungsansatz. Ich muss nicht die Spreu vom Weizen trennen, “kenne” beinahe jede Person in meiner GEDCOM mit Namen.

Aber in den Forschungsanfängen habe ich Fehler gemacht. Oder erkenne mit erfahrenerem Auge heute einfach mehr Hinweise, forsche mit mehr Methode. Deshalb ist es gar nicht schlecht, Forschungsergebnisse zu hinterfragen.

Anstoß zu meinem Neustart hat mir Thomas MacEntees Genealogy-Do-Over gegeben. Seinem 13 Wochen Programm kann ich nicht eins zu eins folgen, die Themen sind ja auch mehr Vorschläge, denn Vorgabe. Aber sie geben Denkanstöße.

In der ersten beiden Wochen geht es darum, die alten Forschungsergebnisse zur Seite zu legen und sich auf die neuen Aufgaben vorzubereiten.

Alles, was noch auf meinem Schreibtisch und anderen Ablageflächen lag, habe ich in einen großen Karton gepackt. Für das, was ich vor habe, brauche ich Platz. Nichts von diesen “Altlasten” soll mein Auge trüben. Mehr Vorbereitung brauche ich zur Zeit nicht.

Nun bin ich bereit!

Ziele:  Meine persönlichen Pläne sind

1. Teilweiser Neustart

Meine Familienforschung begann ich vor beinahe 30 Jahren mit meinem Mädchennamen Bieschke. Monatelang schrieb ich damals aus den verfilmten Kirchenbüchern Namensvettern ab, ohne meinen Vorfahren nennenswert auf die Spur gekommen zu sein. Diese Linie führt mich nach Westpreußen, vielleicht erinnerst du dich an meine Suche nach Rosa, über die ich hier kürzlich geschrieben habe.

Die Suche nach meinen Vorfahren spielt sich in der Regel in Kirchengemeinden, Archiven oder in Forschungsstellen der Mormonen ab oder lässt sich nur durch schriftliche Anfrage klären. Die Frage ist hier in Deutschland ja sogar, ob ich aufgrund von Beschränkungen durch das Personenstandsgesetz überhaupt alle “jüngeren” Auskünfte bekommen werde!

Wird es mir diesmal mit viel mehr Erfahrung gelingen, meiner urgroßväterlichen Spur zu folgen? Meine Suche wird in Duisburg-Ruhrort beginnen.

Da bei mir nicht jeder Tag Archivtag sein kann, möchte ich darüber hinaus noch meine

2. Quellendokumentation verbessern

Dummerweise bin ich bis heute grauenhaft unorganisiert geblieben, ich habe das bereits gebeichtet. Natürlich gibt’s bei mir auch ordentlich geführte Quellenverweise. Manchmal gehen die Pferde aber einfach mit mir durch. Besonders schlimm ist es, wenn ich über einem Kirchenbuch brüte und gleich dutzendweise Vorfahren finde. Die Daten arbeite ich dann so schnell in mein Programm, dass die Quellendokumentation dabei zu kurz kommt. ICH weiß ja schließlich, in welchem Kirchenbuch ich was gefunden habe. Dann stehen da entweder keine Quellen oder so blöde Bemerkungen wie “Foto 12453″ oder “altes KB” oder “Kopie vorhanden”.

Perfekt wird sie nicht, daran ist mir auch nicht gelegen. Jeder hat andere Ansprüche und mir reicht es, wenn dort statt “Foto 12453″ künftig die Kirchengemeinde stehen wird. Und das muss auch für meine Erben reichen. Denn mit diesem Hinweis und dem Datum des Ereignisses sollte jeder den entsprechenden Eintrag im Kirchenbuch wiederfinden können. Bei anderen Quellen werde ich mir andere Verweise überlegen. Dieser Punkt 1 wird ganz sicher mehr Zeit in Anspruch nehmen, als nur ein paar Wochen.

3. Ortsverzeichnis ergänzen

Ich habe mich bei meinem früheren Genealogieprogramm oft über den Rattenschwanz geärgert, der dem eigentlichen Ortsnamen gefolgt ist. Das sah besonders blöd aus, wenn ich eine Ahnentafel gedruckt habe. Dann bin ich auf ein anderes Programm umgestiegen und dem Ortsnamen folgen nun oft noch immer etliche Kommata, resultierend aus der Überleitung von einem Programm ins nächste. Da dieses Programm (zum Glück) keine eigene Ortsverwaltung hat, dafür aber die Möglichkeit, Koordinaten zu den Orten einzugeben, werde ich die Orte nach meinem Gusto ändern und Koordinaten zu den Geburtsorten meiner Vorfahren erfassen. Da ich hier schon in den letzten Monaten ein wenig Vorarbeit geleistet hatte, bin ich damit schnell durch (wenn ich einmal damit anfange).

4. Ordner überarbeiten

Damit meine ich die Ablageordner auf meinem PC und im Regal. Tatsächlich ist es so, dass ich jahrelang mit meinem System gut zurecht kam. Aber tatsächlich über Nacht ist mir MEIN eigenes System zugefallen.

Ich möchte nicht auf’s Papier verzichten, es ist für mich auch eine Art Rückversicherung. Die Regalordner werden trotzdem aufgelöst, ich werde ein anderes Sortiersystem haben, sowohl auf dem PC, als auch im Regal.

Dann und wann wirst du mehr davon lesen.

Publiziert am 4. Januar 2015 von vorfahrensucher
http://vorfahrensucher.de/genealogy-do-over-plaene

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