Namenforschung in Deutschland 
Namenforschung (wissenschaftlich „Onomastik“) hat eine lange Tradition an der Universität Leipzig. Das 70jährige Jubiläum der Leipziger Namenforschung konnte nicht in Präsenz gefeiert werden. Stattdessen gab es in der Reihe „Onomastica Lipsiensia“ im Band 14 eine Chronik der Namenforschung von Karlheinz Hengst (Hrsg.), Namenforschung und Namenberatung. Dietlind Kremer und Gabriele Rodriguez zum 60. Geburtstag, 659 Seiten, Leipziger Universitätsverlag.
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Namensberatungsstelle in Leipzig
Nachfolger von Prof. Hengst war Prof. Dr. Jürgen Udolph. Nach seiner Emeritierung im Jahre 2008 wurde die Professur aufgelöst. In wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit der Deutsc hen Gesellschaft für Namenforschung (GFN) werden zwei Zeitschriften herausgegeben. Wer Geistes- oder Sozialwissenschaften studiert, kann Onomastik als Wahlfach belegen. Diese Studienplätze sind begehrt und oft überbelegt.
 
Noch besteht die sehr aktive Namenberatungsstelle. Sie ist ein Magnet für viele. Seit den 1950er Jahren wurde eine Spezialbibliothek zur Namenforschung aufgebaut. Doch Ende 2021 wurde sie aufgelöst und das Namenkundliche Zentrum auf einen Büroraum verkleinert. 1951/1952 begründet, wird die Leipziger Namenforschung beim nächsten Jubiläum – zum 75sten im Jahre 2027 – wohl schon wieder Geschichte sein, weil sie aufgelöst werden soll.
 
Das Prof. Udolph – Zentrum für Namenforschung wurde 2011 vom Namensgeber zusammen mit der GEN Gesellschaft für Erbenermittlung mbH gegründet. Hier werden Gutachten zu Familiennamen erstellt und Veröffentlichungen von Udolph, z.T. auch online lesbar, genannt. Im Podcast wird er privat von seiner Tochter interviewt. Im Radio und im Fernsehen tritt er regelmäßig zum Thema Namenkunde auf.
 
 
Namenforschung in Mainz und deutschen Universitäten
Mit „Namenforschung.net“ besteht ein weiteres Portal zur Namenforschung der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.
 
Hier werden Projekte wie das „Digitale Familiennamenwörterbuch Deutschlands (DFD)“ und der „Deutsche Familiennamenatlas (DFA)“ bearbeitet, während am Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. (IGL) regionale Atlanten zu Personen- und Flurnamen erstellt werden.
 
An mehreren deutschen Universitäten (z.B. Berlin, Jena, Mainz, München, Regensburg) werden Lehrveranstaltungen zur Onomastik angeboten.
 
 

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