US-Amerikanerin zu Besuch im Ort
Sharon Donnelly ist in den Vereinigten Staaten von Amerika aufgewachsen. Ihre Wurzeln reichen allerdings zurück bis nach Ramsdorf. Dort war sie am Wochenende zu Besuch und hat nach ihren Ahnen geforscht.
 
Die US-Amerikanerin Sharon Donnelly hat am Samstag in Ramsdorf nach Spuren zu ihren Vorfahren gesucht. Die Stadtführerin Majo Storck half ihr dabei, führte sie durch den Ort. Foto: Michael H. Schmitt 
 
RAMSDORF. Genealogie, umgangssprachlich Ahnenforschung, betreiben weltweit Millionen Menschen. Dass die Spuren der Vorfahren jedoch nicht immer in der Nähe der eigenen Haustür zu finden sind, machte nun eine Besucherin in Ramsdorf deutlich. Die 68-jährige Sharon Donnelly aus der US-Amerikanischen Kleinstadt Fayetteville im Bundesstaat Arkansas traf sich im Rahmen ihres Europa-Besuchs am Samstag mit der Ramsdorfer Stadtführerin Majo Storck. Sie wandelte einen Nachmittag lang auf den Spuren ihrer Ahnen.
 
„Ich betreibe schon lange Ahnenforschung. Meine Mutter erzählte mir dazu von unseren Vorfahren, die sich 1871 zunächst im amerikanischen Bundesstaat Iowa niedergelassen haben, bevor sie sich letztlich in Arkansas ansiedelten“, berichtet Donnelly. Der Ur-Urgroßvater solle demnach in Ramsdorf zur Welt gekommen sein und habe dort wohl auch kirchlich geheiratet, erklärt sie im Gespräch mit der Borkener Zeitung ihren Besuch in Ramsdorf. Als Übersetzer half Anthony Ferreira aus Reken.
 
Recherche über das Internet
Die pensionierte Datenanalystin, die bis vor einigen Jahren in ihrer Heimatstadt an der „University of Arkansas“ arbeitete, recherchierte über das Internet-Portal ancestry.com weiter und wurde über den Geburtsnamen ihrer 1925 geborenen Mutter Maria Anna Soppe fündig. Auch dort wurde auf die kleine münsterländische Gemeinde im Kreis Borken verwiesen. So sei ihr Entschluss, den Ort zu besuchen, an denen ihre Vorfahren womöglich einst lebten, immer mehr gereift.
Da sie nun in Frankreich einen Freund besucht habe und der Weg hierher nicht mehr ganz so weit war, habe sie sich entschlossen, die Spuren der Ahnen direkt vor Ort in Ramsdorf zu suchen. Kontakt zu Stadtführerin Majo Storck war bereits vor einigen Wochen telefonisch über ihre Reiseagentur hergestellt worden.
 
Suche im Archiv
„Als ich davon erfahren habe, dass ich Besuch aus Übersee bekomme und die Hintergründe dazu erfuhr, habe ich mich gleich auf die Suche gemacht und bin im Velener Archiv fündig geworden.“ Mit diesen Worten übergibt Storck nicht ganz ohne Stolz ihrem Besuch eine Kopie aus dem Buch des Historikers Josef Barnekamp, in dem Namen vieler Menschen aufgeführt sind, die im 19. Jahrhundert Velen und Ramsdorf verlassen haben und ausgewandert sind. Donnelly überfliegt interessiert die Einträge und findet unter der Nr. 408 den Eintrag zu einem Holzschuhmacher namens Bernhard Soppe (geb. 06.09.1836), der demnach im Jahre 1858 mit den Eltern Ramsdorf in Richtung Brasilien verlassen hat. Ist Frau Donnelly hier auf den Namen ihres Ahnen gestoßen? Handelt es sich hierbei um eine heiße Spur zu ihren Verwandten?
Mehr Hinweise dazu erlangt sie an diesem Tage nicht, denn nach einem für sie beeindruckenden Besuch des Museums, der alten Schmiede, des Friedhofs und der St.-Walburga-Kirche verließ sie am Nachmittag wieder den Ort.
 
Sharon Donnelly hofft, dass Menschen zu finden sind, die mehr Details über die Geschichte der Ramsdorfer Familie Soppe kennen. Wer Informationen hat, kann sie per E-Mail an uns Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder an
redaktion@borkenerzeitung. de senden. (von Michael H. Schmitt)
 
Borkener Zeitung 28.08.2018
 

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