Neue Signaturen machen das Finden im Ahauser Stadtarchiv deutlich leichter
 
Recherchen im Ahauser Stadtarchiv sind durch die Einführung neuer Signaturen leichter geworden.
 
AHAUS Die Recherche im Ahauser Stadtarchiv ist in den vergangenen Jahren und Monaten immer moderner und einfacher geworden.

Das Zeitungsarchiv zum Beispiel ist inzwischen komplett digitalisiert.
Aber auch andere Dokumente sind nun leichter zu finden. Die Stadt Ahaus und ihre Ortsteile blicken auf eine rund 1.000-jährige Geschichte zurück. Das kann durch Urkunden, Berichte oder archäologische Zeugnisse nachgewiesen werden. Im Stadtarchiv – dem „Gedächtnis der Stadt Ahaus“ – hat sich im Laufe der Jahrhunderte in den verschiedenen Archiven ein reicher Schatz an Materialien gebildet.

Er steht heute weitestgehend allen Interessierten offen. Und das „Gedächtnis der Stadt“ wächst stetig weiter. Quantitativ ist das Schriftgut der Stadtverwaltung und der ehemaligen Gemeindeverwaltungen die größte Aufbewahrungseinheit. Aber viele historische Zeugnisse stammen auch aus Privat- bzw. Vereinsbesitz oder aus dem Antiquitätenhandel. Im Stadtarchiv befi nden sich viele alte Zeugnisse aus privaten Familienhistorien, wie zum Beispiel Erb- und Kaufverträge sowie Abbildungen.

Auf Wunsch können solche privaten Dokumente gern ins Stadtarchiv aufgenommen werden, wo sie fachgerecht aufbewahrt werden und erhalten bleiben. Die Unterlagen bleiben natürlich Eigentum der abgebenden Personen. Das gilt auch für Vereine und Nachbarschaften, die ihr aktives Vereinsleben oder den Zusammenhalt in dicken Ordnern gesammelt haben und dieses „Vereins- oder Nachbarschaftsgedächtnis“ sicher abgelegt wissen wollen. Immer wieder werden aber auch im Antiquitätenhandel Dokumente oder Kunstgegenstände angeboten, die für die Geschichte der Stadt oder eines Ortsteils von besonderer Bedeutung sind.

Ein Beispiel: Vor einigen Jahren konnte die Stadt einen Plan des Schlosses kaufen, der aus der Werkstatt Conrad Schlauns stammt. Er dokumentiert die teilweise umgesetzten Umbaupläne aus dem Jahre 1766. Dieser Plan ist heute eines der besonderen Dokumente, die im Torhausmuseum Schloss Ahaus gezeigt werden. Neben dem Bewahren ist die Nutzung der aufbewahrten Dokumente ein besonderes Anliegen des Stadtarchivs.

Es steht jedem Besucher offen. Alle Archivalien – mit Ausnahme der durch den Datenschutz gesperrten Akten – können im Besucherraum eingesehen werden.
Andere Dokumente, die aufgrund ihres fragilen Erhaltungszustandes besonders zu schützen sind, werden durch die Stadtarchivarin erforscht und die Ergebnisse dem Nutzer zur Verfügung gestellt. Heute werden die Akten gesäubert und von Metall und Plastik befreit in Spezialmappen und Kartons aufbewahrt und können so sicherlich noch in einigen Jahrhunderten von Archivbesucherinnen und -besuchern eingesehen und erforscht werden. Ansprechpartner bei der Stadt Ahaus ist
Dr. Margret Karras, Tel. 02561/72-321 und E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
 
Wochenpost 14.08.2019
 

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