Anmeldefrist für den Kongress am Samstag, 23. April, in Groenlo beginnt / Der Achtzigjährige Krieg in der Grenzregion

Kreis Borken / Groenlo.
Spannende Ereignisse prägen die Geschichte rund um die Deutsch-Niederländische Grenze – Kriege haben die Region in der Vergangenheit hart getroffen. Die Aufarbeitung der Historie ist Thema zahlreicher Forschungsarbeiten, die Rezeption in der Öffentlichkeit steckt jedoch nach wie vor in den Kinderschuhen. Dass Groenlo zum Beispiel in der Zeit des Achtzigjährigen Krieges als eine der stärksten Festungsstädte der östlichen Niederlande galt, ist kaum bekannt.

Es ist also an der Zeit, die nicht unbedeutende Rolle, die das südliche und vor allem das östliche Grenzgebiet im 17. Jahrhundert gespielt haben, genauer zu betrachten. Gemeinsam richten die Stichting Grolle Vrij und das „kult – Kultur und lebendige Tradition“ des Kreises Borken dazu am Samstag, 23. April, in der Calixuskerk in Groenlo einen internationalen historischen Kongress aus, der sich in zahlreichen Vorträgen sowohl mit dem historischen Verlauf des Achtzigjährigen Krieges, seinen Folgen im östlichen Gelderland und der Frage, wie Geschichte heute lebendig und anschaulich vermittelt werden kann, beschäftigt.

Der ganztägige Kongress richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie interessierte Laien, an Studierende, Lehrerinnen und Lehrer sowie auch an jene, die sich in der Freizeit dem „Re-enactment“ (möglichst authentische Nachstellung historischer Ereignisse) und „living history“ (Darstellung historischer Lebenswelten) widmen. Zahlreiche nahmhafte Referentinnen und Referenten legen neueste Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen und den politischen Nachwirkungen vor. Dabei geht es nicht nur darum, die Geschichte zu verstehen, sondern auch, wie Kriege und Konflikte heute als Geschichtserlebnis vermittelt werden können – in Form von „Re-enactment“ ebenso wie in Film und Literatur.

Die Teilnahme inklusive Mittagsimbiss ist kostenfrei. Anmeldungen werden bis Freitag, 15. April, unter folgender Mailadresse entgegen genommen:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Für nähere Informationen steht die Leiterin des „kult“, Corinna Endlich, unter Tel. 02861/82-1345 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. zur Verfügung.

Die Organisatoren, die „Stichting Grolle Vrij“ und das „kult“, planen eine mehrjährige Veranstaltungsreihe, die nun in diesem Jahr mit dem Schwerpunkt des historischen Hintergrunds beginnt. Ein Symposium 2017 im „kult“ in Vreden widmet sich dann vor allem Themen der kulturellen Bildung und den Möglichkeiten von „living history“.

Zum Hintergrund:
Groenlo galt während des Achtzigjährigen Krieges als eine der stärksten Festungsstädte der östlichen Niederlande und war 1627 noch immer in den Händen der Spanier. In diesem Jahr glückte es Prinz Friedrich Heinrich, die Stadt endgültig für die Niederlande zu erobern. Vor einiger Zeit wurde diese Eroberung nachgestellt als „Die Schlacht um Grolle“, ein großes Spektakel, das in den Niederlanden immer bekannter wird. Doch längst nicht alle sind sich bewusst, dass das während des Achtzigjährigen Krieges geschah, jenem Aufstand und Freiheitskrieg, durch den die Niederlande zu einem selbständigen Staat wurden. Über den Achtzigjährigen Krieg ist viel geschrieben worden, doch vor allem über die Kämpfe im Westen. Dort, in Holland, wurden die ersten Erfolge errungen. Der Krieg wurde größtenteils durch holländische Kaufleute bezahlt und der Streit um die holländischen Städte ist ausführlich beschrieben worden. In dieser Zeit entwickelte sich Amsterdam zu einer der wichtigsten Handelsstädte.

In der nationalen Erinnerung besitzen die holländischen Städte wie Haarlem und Leiden daher einen besonderen Stellenwert. Nach der Eroberung von Naarden litt die Bevölkerung unter den spanischen Gräueltaten. Doch dass in Zutphen womöglich noch schlimmere Grausamkeiten verübt wurden und um verschiedene wichtige Festungsstädte in den östlichen Niederlanden wenigstens ebenso erbittert gekämpft wurde, ist kaum bekannt. Dieser Krieg hat – unterbrochen durch den „Zwölfjährigen Waffenstillstand“ von 1609 bis 1621 – darum gerade die Grenzprovinzen sehr hart getroffen.

 

Pressestelle Kreis Borken
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