Eine Fundgrube für Hofeigentümer, Familienforscher und Dorfchronisten: Zum Wochenblatt-Jubiläum ist im Landwirtschaftsverlag ein "Güter-Adressbuch" der Jahre 1921/1931 erschienen - mit Daten zu rund 33.000 Höfen in Westfalen, Lippe, Schaumburg-Lippe und Waldeck.

Der erste Teil des jetzt erschienenen Nachdrucks umfasst die preußische Provinz Westfalen des Jahres 1931 und stellt auf 568 Seiten rund 27.000 Höfe und Güter vor. Dieses Adressbuch hatte der Landwirtschaftsverlag bereits vor 15 Jahren erstmals als Nachdruck herausgeben. Es war binnen kurzem vergriffen und liegt damit jetzt wieder vor - nun allerdings erweitert um die Angaben von rund 5500 Höfen und Gütern in den damaligen Freistaaten Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe und Waldeck-Pyrmont von 1921.
Hofeigentümer und Kammern haben Daten geliefert
Geordnet nach Kreisen, Orten und Bauerschaften werden für jeden einzelnen Betrieb die damaligen Eigentümer bzw. Verwalter und Pächter genannt, außerdem
der steuerliche Einheitswert in Reichsmark,
die Art der Bodennutzung sowie
der Bestand an Pferden, Rindvieh, Schafen und Schweinen, ferner
die technische Ausstattung auf den Höfen wie etwa der Besitz von Motoren, Turbinen oder sogar auch Traktoren, die damals gerade erst aufkamen, sowie
landwirtschaftliche Nebengewerbe wie Kornbrennereien, Mühlen oder Ziegeleien.
Gisbert Strotdrees, Historiker und Redakteur beim Wochenblatt, erläutert im Vorwort des Nachdrucks die Geschichte des Verlages Niekammer (Stettin und Leipzig) und seiner Adressbücher sowie die Herkunft und Zuverlässigkeit der darin dokumentierten Daten. Demnach wurden die Angaben mithilfe der Landwirtschaftskammern sowie der Lippischen Berufsgenossenschaft bei den jeweiligen Eigentümern zusammengetragen und mit deren Zustimmung veröffentlicht. Heute stellen die Daten des Doppelbandes eine ergiebige Fundgrube für Hofeigentümer, Familienforscher und Dorfchronisten dar.


