Vreden/südlohn. Ein Stück Familiengeschichte hat Familie Venverloh aus Amerika in der historischen Hofanlage im Vredener Stadtpark gefunden: das Kõtterhaus.
Familie Venverloh aus den USA kam nach Deutschland, um sich in Vreden und Südlohn auf eine Spurensuche nach ihren Vorfahren zu begeben. In der historischen Hofanlage im Vredener Stadtpark stießen sie auf ein Stück Familiengeschichte.
Familie Venverloh aus den USA konnte Ihr altes Haus In Vreden besichtigen, das sie vor 200 Jahren bewohnte! Es Ist das Kötterhaus im Vredener Stadtpark
 
Doch der Reihe nach: Jon Venverloh und seine Ehefrau Mehridith mit den Tõchtern Grace, Caitlin. Julia und Ellie aus San Francisco in Kalifornien. seine Eltern Richard und Sheila Venverloh aus Houston in Texas, sowie seine Tante Ellen Noite aus St. Louis in Missouri, begaben sich auf die Spuren ihrer Vorfahren. Die haben in der Zeit zwischen 1846 und 1855 ihre westfälische Heimat Südlohn verlassen, um in die USA auszuwandern. Die Gruppe wurde noch ergänzt von den heute weit entfernten Verwandten Johan Vennevertloo und seinem Sohn Peter aus Rietmolen in den Niederlanden.
Bei ihrem Besuch in Vreden wohnten die Gäste aus Amerika auf dem Bauernhof der Familie Terbrack in Großemast. „Das hat auch seine ganz besondere Bewandtnis". erklärte Heinrich Terbrack. „Denn unser landwirtschaftlicher Betrieb ging aus dem früheren Hof „Vennewartloe“ hervor und ist noch heute unter dem Namen „Vennfertloh“ bekannt."
Ludger Wenning-Schlottbom und Guido Leeck, beide vom Vredener Heimatverein, hatten schon im Vorfeld des Besuchs die Familiengeschichte der amerikanischen Venverlohs und die Hausstellen in Vreden und Südlohn akribisch zusammengetragen und In einem Heft zusammengefasst.
Bei den Recherchen machte Ludger Wenning-Schlottbom eine Entdeckung. Wie die anderen einstigen Häuser ist auch das Kötterhaus, das die Familie zwischen 1756 und 1823 bewohnte, nicht mehr im Ebbinghook vorhanden, aber trotzdem existiert es noch. Das damalige Wohnhaus der Auswandererfamilie hat die Zeiten überdauert, ist heute als „Schlüters Kotten" bekannt und seit 1983 Teil der Museums- Hofanlage im Vredener Stadtpark.
Die beiden Vredener Heimatforscher führten mit den Gästen eine Exkursion von Großemast zu den früheren Wohnstellen der Auswandererfamilie sowie zur Pfarrkirche St. Vitus in Südlohn durch. Und auch zum Kötterhaus ging der Ausflug.
Die Überraschung ist geglückt - die Besucher aus Amerika waren den Tränen nahe, denn mit so einer authentischen Konfrontation der eigenen Familiengeschichte hatte niemand gerechnet.
..Unglaublich! So nahe waren wir unseren Vorfahren noch nie. Mit diesen lebendigen Eindrücken kann man sich nun vorstellen, dass das Leben In der Mitte des 19. Jahrhunderts für unsere Vorfahren sehr hart gewesen sein muss", waren sich die Venverlohs einig.
 
Viele Auswanderer
In jener Zeit herrschte auch In Westfalen große Not, sodass die Verlockungen zum Auszug In die „Neue Weit" jenseits des Atlantiks in die USA ein besseres Leben versprachen. Vom Hof Vennewartlo-he kommend zogen im Laufe der Jahrhunderte einige Familienmitglieder In die weitere Umgebung. So begründete Gerhard Venvertloh/Venne-vertloo ab 1739 einen bis heute vielfältig bestehenden Zweig der Familie in Eibergen-Rekken (NL). Engelbert Venvertloh heiratete 1738 nach Amsterdam und Bernard Venvertloh heiratete 1734 auf einem Bauernhof in Winterswijk (NL) ein.
Joan Vennevertloh hatte sich 1741 auf einen kleinen Heuerlingshof in Südlohn/Oeding-Nichtern (heute Sickinghook) eingeheiratet. Fünf seiner Enkel, Kinder seines Sohnes Joan Heinrich Venvertloh, geboren 1760 in „Schlüters Kotten" in Südlohn -Eschlohn, sind jeweils mit ihren Familien in die USA ausgewandert.
Heute gibt es viele Familien mit dem Namen Venverloh im Raum St. Louis und Venvertloh In Quincy. In Deutschland dagegen ist der Name nur noch vereinzelt zu finden lediglich in Gelsenkirchen und in Andernach, vormals Duisburg, gibt es noch den Familiennamen Venfertloh. Die Familien haben ihren Ursprung ebenfalls auf dem Hof in Großemast.

Münsterland Zeitung 09.05.2018

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