Das Erzbistumsarchiv Paderborn geht mit seiner Bestände-Übersicht online

Am 5. Oktober 2026 geht das Erzbistumsarchiv Paderborn erstmals mit seiner Bestände-Übersicht online und ermöglicht damit allen Interessierten, sich "von zu Hause aus" einen Überblick über die gebotenen Informations- und Forschungsmöglichkeiten zu verschaffen. Langfristig sollen alle Archivalien der ältesten Bestände digital präsentiert werden. Die Erschließungs- und Digitalisierungsarbeit der Bestände wird noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die gute Nachricht dabei: Das, was bereits erschlossen und digitalisiert ist, wird kontinuierlich online gestellt und steht damit nach und nach zur Verfügung. Eine Reihenfolge für die Bearbeitung und Präsentation der Bestände ist nicht festgelegt worden.

Der 5. Oktober 2026 als Start der Online-Präsentation der Bestandsübersicht des Erzbistumsarchivs ist bewusst gewählt worden. Es ist der Gedenktag des heiligen Meinolf von Böddeken (gestorben 857), der als Archidiakon auch die Verantwortung für das Archiv des jungen Bistums Paderborn trug. Als Gedächtnis des Erzbistums Paderborn hütet das Erzbistumsarchiv eine Fülle von Dokumenten, die die Erinnerung an den Weg des Erzbistums, seiner Einrichtungen und Pfarreien durch die Geschichte bewahren.

Das älteste Dokument im Archiv des Erzbistums Paderborn ist eine Kaiserurkunde aus dem Jahr 964. Verwahrte Fragmente reichen bis in die karolingische Zeit zurück. Das Erzbistumsarchiv beherbergt ein Siegel des Bischofs Liuthard (Bischof von Paderborn 862-887), das als ältestes deutsches Bischofssiegel gilt. Die Urkunden, Akten und Handschriftenbände sind in Beständen gegliedert, deren Inhalte durch Findbücher und andere analoge Findmittel erschlossen sind. Sofern die Bestände nicht Schutzfristen oder dem Datenschutz unterliegen, stehen sie nicht nur Historikerinnen und Historikern, sondern allen, die an der Geschichte ihrer Pfarrgemeinde, ihrer Familie oder einer historischen Fragestellung interessiert sind, für Forschungen zur Verfügung.

Um die Findbücher auswerten und die Archivalien ansehen zu können, mussten die Forschenden bislang ins Erzbistumsarchiv ins Erzbischöfliche Generalvikariat in Paderborn kommen. Die Recherche ist ab jetzt einfacher und für Forschende und die Allgemeinheit leichter zugänglich. Das Erzbistumsarchiv präsentiert auf der Plattform www.archive.nrw.de im ersten Schritt die Tektonik seiner älteren Bestände. Die Übersicht enthält grundlegende Information zu den Inhalten, zum Umfang, zur Laufzeit, zur Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte, zum Bearbeitungsstand und zu weiterführender Literatur.

Die Bestandsübersicht bietet die Basis, um in der nächsten Stufe sukzessive die Inhalte (Findbücher) der Bestände online zugänglich zu machen. Langfristig werden nach und nach Digitalisate der Urkunden, Akten und Handschriften online einsehbar sein, wie schon jetzt die Kirchenbücher des Erzbistums Paderborn auf https://data.matricula-online.eu/de/. Das Erzbistumsarchiv macht mit der Onlinestellung der Tektonik seiner Bestände den längst überfälligen Schritt in die digitale Welt.

Der Lesesaal des Erzbistumsarchivs im Konrad-Martin-Haus in Paderborn ist weiterhin von Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Eine telefonische Anmeldung (0 52 51/1 25-12 52) wird unbedingt empfohlen.

 

Erzbistumsarchiv Paderborn

Domplatz 3, 33098 Paderborn

Kontakt: Tel.: 05251-125-1252 Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

URL: https://www.erzbistum-paderborn.de/erzbistum-und-erzbischof/bistumsgeschichte/erzbistumsarchiv/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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