Neue Roland-Info-Grafik: Der „Balzradius“ in der Genealogie
Vor allem in früheren Jahrhunderten war der Kreis möglicher Ehepartner auf dem Land oft erstaunlich klein.
Viele Menschen heirateten jemanden aus dem eigenen Dorf oder aus einer der wenigen Nachbargemeinden. Dadurch entstanden über Generationen enge verwandtschaftliche Verflechtungen, die sich in der Ahnenforschung als Ahnenimplex bemerkbar machen. Der Genealoge Wulf von Restorff bezeichnete dieses Phänomen 2013 augenzwinkernd als „Balzradius“ – in Anlehnung an einen Begriff aus dem Tierreich. Gemeint ist der oft sehr begrenzte Umkreis, innerhalb dessen sich Ehepartner fanden. Es lohnt sich, dieses Phänomen mal anhand der eigenen Ahnentafel zu analysieren.
Von Heiko Hungerige


